Bibliometrie und Altmetrics

12.12.2015 um 10:00 bis 13.12.2015 um 17:00

Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften

Dozentin

Prof. Dr. Isabella Peters

Zeit und Ort

Die Lehrveranstaltung findet als Blockveranstaltung am 12. und 13.12.2015 von 10-17 Uhr(s.t.) in der ZBW (Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften, Düsternbrooker Weg 120) statt.

Inhalt

Fundamentaler Bestandteil des Internets sind Verweise bzw. Links, die die einzelnen Webseiten miteinander verbinden und so das World Wide Web bilden. Das Pendant zu Links in der physischen und wissenschaftlichen Welt sind Fußnoten, Querweise und Literaturangaben innerhalb von Publikationen. Sowohl in physischen als auch in digitalen Umgebungen sind Verweise via Bibliographien bzw. Links via Suchmaschinen die Schlüssel zum Finden relevanter und weiterführender Informationen.

Doch auch die Verweise selbst tragen Information und werden insbesondere für die Relevanzbestimmung von Publikationen ausgewertet. Dabei werden die Verweise gleich zweifach betrachtet: Zum einen wird ermittelt, wie viele Verweise auf eine Publikation entfallen (je mehr desto wichtiger), zum anderen spielt die Vollständigkeit der Verweise innerhalb einer Publikation eine große Rolle (je mehr desto präziser).

Im Web 2.0 haben sich neben Links weitere Formen der Verweise etabliert bzw. haben sich neue Link-Formen entwickelt. Beispielsweise können in dem Mikroblogging-Service Twitter Beiträge anderer Nutzer über eine Retweet -Funktion zitiert werden (Boyd, Golder, & Lotan, 2010) – Blogger werden über Trackbacks oder Pingbacks automatisch darüber informiert, ob in anderen Blogs auf sie Bezug genommen wird.

Die Bibliometrie hält für die Messung wissenschaftlichen Outputs verschiedene Theorien und Kennwerte bereit, z.B. den h-Index. Kennwerte, welche die Besonderheiten des Web 2.0 ausnutzen, sind bislang rar. Bibliometrische Analysen können anhand von Datensätzen aus Twitter, Social Bookmarking -Systemen und (Wissenschafts-)Blogs durchgeführt werden. Für die Analyse von (Wissenschafts-)Blogs eignen sich insbesondere Autoren, die sowohl in Twitter sowie einem eigenen Blog als auch auf herkömmliche Weise in Printmedien (wissenschaftliche) Artikel veröffentlichen. Die Erstellung eines biblio- oder altmetrischen Profils für diese Autoren je Medium würde Aufschluss darüber geben, wie und auf welche Weise Autoren wahrgenommen werden. Auch die Übertragbarkeit von bibliometrischen Kennwerten, wie z.B. des h-Indexes, auf Blogs und Twitter könnte mittels der erhobenen Daten erprobt werden. Können sie als eine Vermessungsgrundlage für das Zitier- und Publikationsverhalten sowie die Nachzeichnung von Informationsflüssen innerhalb der wissenschaftlichen Kommunikation darstellen und als Indikator für Reputation gelten?

Lernziele

Die TeilnehmerInnen verfügen über grundlegende Kenntnisse über die Grundprinzipien der Wissenschaftskommunikation und -evaluation. Sie kennen Methoden zur Vermessung der Wissenschaft und können ihre Grenzen einschätzen und sie adäquat einsetzen.

Lehrinhalte

  • Wissenschaftskommunikation, Wissenschaftsevaluation, Bibliometrie: Grundbegriffe, Methoden, Probleme, Chancen, Grenzen, ...
  • Informetrics 2.0: Grundbegriffe, Methoden, Probleme, Chancen, Grenzen, ...
  • Traditionelle Wissenschaftsevaluation mit Hilfe von Zeitschriften und Datenbanken (Web of Science, Scopus): Grundbegriffe, Probleme, Chancen, Grenzen, ...
  • Social Bookmarking (wissenschaftlich und allgemein, Mendeley, CiteULike, BibSonomy) und Bibliometrie: Grundbegriffe, Methoden, Chancen, Grenzen, ...
  • Blogs/ persönliche Webseiten und Bibliometrie: Grundbegriffe, Methoden, Chancen, Grenzen, ...
  • Twitter und Bibliometrie: Grundbegriffe, Methoden, Chancen, Grenzen, ...

 

Lehr- und Lernmethoden

Während der Präsenzzeit werden die Inhalte der Lehrveranstaltung besprochen und eingeübt. Während des Selbststudiums werden die erlernten Kenntnisse selbstständig auf einen Anwendungsfall übertragen.

 

Teilnahmebescheinigung

  • Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die eine Benotung wünschen, müssen eine Hausarbeit von ca. 8 bis 12 Seiten verfassen, die auch in Gruppenarbeit erledigt werden kann.
  • Falls eine Bestätigung der Teilnahme ohne Benotung erwünscht bzw. benötigt wird, sprechen Sie bitte mit Frau Prof. Peters ab, in welcher Form dies erfolgen kann.
  • Eine Teilnahme ohne Benotung/ECTS credits und ohne Teilnahmebestätigung ist ebenfalls möglich.

 

Anmeldung

Bitte melden Sie sich in der StudiDB und im OLAT (https://lms.uni-kiel.de/url/RepositoryEntry/692060189) an, damit Sie alle Nachrichten erhalten.

Wenn Sie weder eine stu- noch eine Mitarbeiterkennung besitzen, mit der Sie sich in OLAT anmelden können, senden Sie Ihre Anfrage für einen Zugang bitte an info@elearning.uni-kiel.de.


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