Wissenschaft und alternative Fakten: "Neue Fakten oder bestehende Einstellungen: Was bestimmt unsere Meinungen (z.B. zum Klimawandel)?"

21.02.2019 ab 18:30

Audimax, Hörsaal H

Die Herausforderung moderner Industriegesellschaften besteht zunehmend auch darin, die Meinungen und Einstellungen jedes Einzelnen zu Klima- und Umweltschutz weiter zu verbessern und damit unser aller CO2-Emissionen und Energieverbrauch maßgeblich zu senken. In seinem Vortrag wird Florian G. Kaiser von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zeigen, dass Klima- und Umweltschutz mit zunehmendem Wissen einhergeht, dass aber neue Fakten über die physikalisch-chemischen Prozesse des Klimawandels keineswegs dessen Akzeptanz verbessern. Neue Fakten werden viel mehr von denen bevorzugt zur Kenntnis genommen, die dem Thema Klima- und Umweltschutz gegenüber bereits aufgeschlossen sind. Mit anderen Worten: Neue Fakten - und damit Informationskampagnen - sind aus seiner Sicht kein geeignetes Mittel, um Meinungen und Einstellungen zum Klimawandel und auch Klima- und Umweltschutz­bestrebungen zu verbessern. Eher ist eine bestehende positive Einstellung zu Klima- und Umweltschutz Voraussetzung für die Akzeptanz menschgemachten Klimawandels und für die Kenntnisnahme entsprechender neuer Fakten.

Ansprechpartnerin:

Hanna Campen (Doktorandin am GEOMAR Helmholtz Zentrum für Ozeanforschung Kiel)

Organisation der Ringvorlesung "Wissenschaft und alternative Fakten:

Prof. Michael Bonitz
Institut für Theoretische Physik und Astrophysik
Tel.: 0431 880-4122
E-Mail: bonitz@theo-physik.uni-kiel.de
http://www.theo-physik.uni-kiel.de/~bonitz/index.html

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